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Wusstet ihr schon…? – Flügel

dass Flügel nicht gleich Flügel ist?

Im Prinzip haben alle flugfähigen Insekten zwei Flügelpaare. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel. Dabei unterscheiden sich die Flügel der unterschiedlichen Insektengruppen mehr oder weniger deutlich nicht nur in der Größe, sondern auch im Aufbau, der Form, der Beschaffenheit und Struktur. Die Art und Weise wie die Flügel zum Fliegen eingesetzt werden variiert ebenfalls. Die Gestalt der Flügel bzw. der Flügeladerung dient oft auch der Artbestimmung. Hier ein paar Insekten und ihre Besonderheiten im Bezug auf die Flügel.

Hautflügler (Titelbild)

Die Hautflügler besitzten zwei paar Fügel, welche meist transparent sind. Die Hinterflügel sind in der Regel kleiner als die Vorderflügel. Beim Flug werden Vorder- und Hinterflügel miteinander verbunden. Die Bewegung der Flügel erfolgt synchron. Zu den Hautflüglern gehören unter anderem Bienen und Ameisen. Bei den Ameisen erscheinen im Frühjahr die geflügelten Jungköniginnen und Männchen. Nach der Begattung sterben die Männchen und die Königinnen trennen sich von ihren Flügeln. Da die Arbeiterinnen gar keine Flügel ausbilden kennt man Ameisen meist nur im ungeflügelten Zustand.

Collage_Fluegel_2Libellen

Die Libellen besitzen ebenfalls zwei voll ausgebildete Flügelpaare. Ihre Flugbewegungen unterscheiden sich jedoch von denen anderer Insekten. Libellen besitzen die Fähigkeit ihre Flügelpaare unabhänig voneinander zu bewegen. Dadurch sind sie in der Lage schnelle Richtungsänderungen zu vollführen, in der Luft zu stehen oder teilweise sogar rückwärts zu fliegen.

Zweiflügler

Die Zweiflügler besitzen, wie der Name schon sagt, nur zwei Flügel und zwar die Vorderflügel. Das hintere Flügelpaar ist zu sogenannten Schwingkölbchen umgewandelt. Diese kleinen keulenförmigen Fortsätze dienen zur Stabilisierung während des Fluges. Zu den Zweiflüglern zählen beispielsweise Fliegen, Mücken und Schnaken.

Schmetterlinge

Bei den Schmetterlingen kann man wohl am deutlichsten die Flügel erkennen. Vorder- und Hinterflügel sind mit zahlreichen bunten Schuppen besetzt. In ihrer Gesamtheit bilden sie die verschiedenen Muster, anhand derer man oft die Arten unterscheiden kann. Wie auch bei den Hautflüglern werden Vorder- und Hinterflügel beim Flug durch eine Hakenreihe miteinaner verbunden und ergeben so eine große Flügelfläche. Allerdings gibt es auch Arten bei denen nur die Männchen Flügel besitzen.

Käfer

Bei den Käfern, wie auch bei den meisten Wanzen oder Zikaden, sind die Vorderflügel zu verstärkten Deckflügeln ausgebildet. Diese sind meist arttypisch gefärbt, strukturiert bzw. gemustert. Die Hinterflügel sind in Ruhestellung unter den Deckflügeln gefaltet und werden vor dem Abflug ausgebreitet. Während des Fluges dienen die Vorderfügel lediglich der Stabilität. Daher wirkt der Käferflug eher ein wenig plump.

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